Working together

April 22nd, 2013 by d.b. - 

The brand new en­sem­ble pro­file makes it easy to illustrate all your collabo­ra­tive projects and to feature the wonderful people you work with.

Individual genius aside, when it comes to the creation of art, it’s all about collaboration. From dance company to rock band, string quartet to theatre group: Wherever artists join forces to create something that transcends far beyond the limits of the individual, something beautiful is born.

The ensemble profile offers an individual presence for all your collaborative projects. Every ensemble profile features it’s own set of events, media files and network connections. Most importantly, you can associate members with your ensembles. Through membership in ensembles, a comprehensive overall picture of projects and collaborations is created, providing precious insights into everybody’s work.

 

The value of membership

01ensMembers illustrate the extent and context of their professional activities. Ensembles receive additional attention, since they are present on the profiles of all their members. Members are featured on the ensemble profiles, allowing visitors to discover the individual artists behind the ensemble. And all their further activities, too.

 

Easy event propagation

01eventsThe events of an ensemble are automatically published on the calendars of every member, too. This saves time and effort: simply create your event once on the ensemble profile, and you are done. If required, a member can of course easily remove such an ensemble event from his or her personal calendar.

 

Find more information about ensemble profiles on our new Questions & Answers page. If you wish to discuss this feature, just use the comment section of this article or visit our Facebook page.

Discoveries: Neuklang Neukölln

April 8th, 2013 by d.b. - 

Mit “Neuklang Neukölln” ist Berlin um eine spannende Veran­stal­tungs­reihe reicher geworden. Jung, frisch und experi­men­tier­freudig, die Grenzen von Gattungen und Genres gerne hinter sich lassend. Wir trafen Kymia Kermani, eine der Initiatoren, in Kreuzberg zum Interview.

space

Kymia Kermani

 

Du bist selbst Musikerin – hast Dich aber darüber hinaus dazu entschieden, eine eigene Veran­stal­tungs­reihe ins Leben zu rufen. Was hat dich dazu bewogen?

Ich mag das Organisieren. Auch in meinem Kammermusikensemble mache ich sehr viel Organisation. Was mich manchmal zudem störte, war, dass viele Konzerte entweder rein klassisch sind – oder total zeitgenössisch ex­peri­mentell. Ich mag die Idee, das Publikum ein bisschen zu überzeugen, dass neuere Musik auch interessant sein kann. Da wir auch traditionellere Komponisten ins Programm nehmen, hoffen wir, ein breiteres Publikum zu erreichen – und dieses dann zu animieren, auch etwas Neues zu ent­decken. Ich glaube, wenn man etwas total experimentelles macht, verliert man eine ganz große Zielgruppe.

 

Diese Mischung von moderner Musik und eher klassischen Ansätzen, ist das Euer roter Faden – oder gibt es noch andere Dinge, die das Konzept dieser Veranstaltungsreihe ausmachen?

Wir versuchen, auch sehr unterschiedliche Besetzungen ins Programm zu nehmen. So hatten wir letztes Mal ein Streichquartett. Beim nächsten Mal Klarinette, Flöte, Streicher und Klavier – und dazu noch Schauspiel und Tanz. So gehen wir auch über die Begrenzungen der Kunstformen und Gattungen hinaus.

Das Ballhaus ist auch sehr geeignet für eine solche Kooperation, weil es viel Raum bietet für Bewegung und Experiment. Es ist nicht wie eine kleine Konzertbühne. Dort haben wir auch die Mittel zur Inszenierung: Licht, Sound, alles steht uns dort zur Verfügung.

 

Wie kommt der Kontakt zu Euren Künstlern zustande? Geht Ihr auf Ensembles zu, bekommt Ihr Anfragen? 

Ich kenne natürlich Künstler, die ich sehr gut finde, die versuche ich einzu­laden. Darüber hinaus bekommen wir viele Anfragen. Es ist erstaunlich, wie viele Leute spielen möchten. Auch Leute, die schon eine große Konzert­karriere haben, aber trotzdem sagen: ich möchte das machen! Es gibt auch viele Leute, die spielen überall – aber nicht in Berlin. Es ist nicht so einfach, ein Kammermusikkonzert in Berlin zu kriegen.

 

Du organisierst Neuklang Neukölln nicht im Alleingang, sondern mit einem Partner. Würdest Du uns ein wenig zu Eurem persönlichen Background erzählen? 

Ich mache das zusammen mit Dan Safier. Er ist Fotograf und hat auch einen Management/Marketing-Background. Er ist also selbst kein Musiker – aber ein großer Musikliebhaber mit sehr gutem Geschmack und einem großen Musiker-Freundeskreis. Ich habe Klarinette studiert in Amsterdam und im Royal College of Music in London. Danach bin ich letzten August nach Berlin gezogen, weil ich hier ein Ensemble habe. Aber auch in England bin ich noch regelmäßig für Konzerte, dort mache ich z.B. viel Aushilfe in Orchestern. Daneben unterrichte ich auch – also ich glaube, was eigentlich die meisten Musiker so machen.

 

Spannend fanden wir auch Euer Finanzierungskonzept “Pay what you want” – welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?

Das haben wir letztes Mal gemacht, ja. Das war ein Experiment – und ich weiß nicht recht… Ich glaube, das kann funktionieren. Aber das Publikum ist es noch nicht gewohnt. Insofern bin ich nicht recht überzeugt, als dauerhaft tragfähiges Modell kommt es für uns weniger in Frage. Das nächste Mal ist zum Beispiel eine ganz teure Produktion, denn wir haben fünf Musiker, zwei Tänzer, einen Schauspieler und Regisseur – das sind schon acht Leute. Da können wir einfach nicht das Risiko eingehen, dass Leute raus gehen und nur zwei Euro zahlen. Und das kommt vor.

Aber wir möchten die Konzerte dennoch zugänglich machen für Leute, die vielleicht nicht so viel Geld haben oder sonst nicht ins Konzert kommen. Deswegen wird es für die nächste Veranstaltung für Schüler und Arbeits­lose Karten für 6,- Euro geben. Im Moment versuchen wir also schon, ergänzend Sponsoren zu finden. Gerade sind wir dabei, ein Sponsoren-Portfolio zu schreiben. Zudem haben wir Kontakt mit verschiedenen Botschaften. Im Juni kommt zum Beispiel eine Gruppe aus Amsterdam, dafür fragen wir dann Förderung an bei der Niederländischen Botschaft.

Neuklang Neukölln: Ensemble “End of Time” – 27. und 28. April – Ballhaus Rixdorf, Berlin

Das kommende Konzert wird Musik, Tanz und Schauspiel vereinen. Wer hat diese Künstler zusammengeführt?

Ensemble End of TimeUnser Ensemble End of Time spielt, die Musiker arbeiten hier also schon laenger zusammen. Ich habe mir das Konzept ausgedacht und den Regis­seur hinzugezogen, und er hat wiederum die Tänzer einbezogen. Im Rahmen der Zusammenarbeit ent­wickeln die Tänzer ihre eigene Cho­reo­grafie, und Regisseur Christian Intorp übernimmt die künstlerische Gestaltung. Das entwickelt sich gerade auch alles noch sehr stark, wir experi­mentieren. So werden auch wir Musiker schauspielerisch mit einbezogen.

Wir freuen uns sehr auf diese Produktion. Und sind sehr gespannt.

 

Discover Neuklang Neukölln and many more great festivals, event series and venues.

Giant steps

March 20th, 2013 by d.b. - 

Every now and then, you have to revisit your ideas, to challenge your concepts. The last few weeks, we have been doing just that. And it is very rewarding, too. To start with something good, only to end up with something great. Have a good look at the next step in the evolution of artoporta.

bg_giantstep

We created an elegant and reduced interface, throwing everything overboard that was not strictly necessary. Now, your beautiful content is more than ever in the focus of attention. You need fewer clicks to use artoporta. Everything is easier accessible. Instant inline feedback provides a smooth interaction experience. Last but not least, we made room for the wonderful future upgrades that we are currently working on.

We set the stage for you, now make the best use of it. Upgrade your profile, add events and media files. Invite colleagues and partners to join your professional network. Present your activities and collaborations. Enjoy.

Discoveries: Ildiko Ludwig

February 21st, 2013 by d.b. - 

Ildiko Ludwig by Adam Berry © Adam Berry

 

Aus deiner Vita spricht Begeisterung für die Kammermusik. Was macht für Dich den Reiz am Ensemblespiel aus?

Ich bin nicht gern allein auf der Bühne, ich fühle mich dann verloren. Mir macht es viel mehr Spaß mit anderen zu agieren und auf sie zu reagieren. Gleichzeitig ist es für mich eine besondere Herausforderung, allein für meine Stimme verantwortlich zu sein und damit ein tragender Part in der Partitur. Das ist ein großer Unterschied zum Orchesterspiel.

 

Die historische Aufführungspraxis ist Schwerpunkt Deiner Arbeit. Was waren Impulse für diese Entwicklung?

Erste Impulse bekam ich von Stephan Mai. Er hat mit den Studenten in Weimar jedes Semester über 3 Wochenenden ein Programm erarbeitet und dann ein Konzert gegeben. Auch wenn wir moderne Instrumente nutzten, hat er uns wichtige Grundlagen der historischen Aufführungspraxis vermittelt. Ohne es zu merken, hat er damals das Feuer in mir entfacht.

Nachdem ich im Frühjahr 2011 beschloss, freischaffend zu arbeiten, habe ich mir endlich Zeit genommen, die Barockmusik “richtig” anzugehen. Ich hab mir also eine Barockbratsche geliehen und bin zum Kurs bei Christian Gooses vom FBO nach Freiburg gefahren.

 

Wie kamst Du 2011 zum European Union Baroque Orchestra – und was hat dieses Projekt für dich bedeutet?

Ich bin damals direkt von Freiburg zum Audition Course vom EUBO gefahren. D.h. ich hatte noch den Kinnhalter und die Stütze dran, da ich erstmal mit den Darmsaiten und dem Barockbogen ordentlich umgehen lernen wollte. Doch schon auf dem Weg erfuhr ich, dass ich es mit den Engländern zu tun kriegen werde, die würden das nicht gern sehen. So war es dann auch. Also bin ich ins kalte Wasser gesprungen und hab alles abgemacht. Es war eh eine komplett neue Welt für mich und Zeit zum Nachdenken gab es nicht.

Als ich die Nachricht bekam, dass ich genommen wurde, hab ich Freuden­tränen geweint, weil ich es nicht fassen konnte. Das war die Bestätigung für mich, endlich auf dem richtigen Weg zu sein. Das halbe Jahr auf Tour war ein hervorragendes Training. Stilistisch war es natürlich prägend, da ich relativ jungfräulich war und eine Reihe von 8-9 Konzerten pro Programm festigt ein Repertoire natürlich für ewig. Darüber hinaus: der Tutor des Course ist jetzt mein Professor, der Cembalist aus dem Orchester ist jetzt mein Freund. Mit ihm und zwei weiteren Freunden aus dem EUBO haben wir ein Ensemble gegründet, das Debüt Konzert war im Oktober in London.

 

2012 warst Du Stipendiatin des Orchestra of the Age of Enlightenment London. Was zeichnet dieses Stipendium aus?

Nach EUBO, was quasi die Brücke zwischen Studium und Beruf darstellt, war dieses Scheme eine hervorragende Möglichkeit, Einblick in die Arbeit eines professionellen historisch informierten Orchesters zu erlangen. Das Program dauert ein Jahr und beginnt mit einem Workshop. Der ist als Einführung sehr interessant, da Orchestermitglieder ihre Arbeit vorstellen. In 3 Tagen werden dann Stücke unter diversen Aspekten probiert, zudem erfährt man etwas über die Education-Programme und Körperarbeit.

Jeder Teilnehmer darf in drei Projekten im Jahr mitmachen, als Streicher spielt man auch in zweien davon im Konzert. Zudem bekommt man Unterricht bei einem Musiker seiner Wahl. Ich fand das Scheme sehr lohnend, da es bei drei Projekten gerade genug Zeit gibt, das Orchester kennenzulernen und sich bekannt zu machen – aber nicht die Gefahr besteht sich zu sehr daran zu gewöhnen und heimisch zu fühlen, wie es bei Akademien hierzulande schnell passieren kann.

 

Was sind Deine weiteren bevorstehenden Projekte?

Bis es Mitte März mit dem Solistenensemble Kaleidoskop nach Korea geht, habe ich nach langem mal wieder ein bisschen frei. Diese Zeit werde ich bei meiner Familie verbringen und ganz in Ruhe üben und wieder eigene (Kammermusik-)Projekte planen. Beim Pendeln zwischen Berlin, Köln und London bleibt eben doch was auf der Strecke. Aber es ist eine spannende Zeit, in der ich die für mich besten Möglichkeiten heraus siebe.

 

Get in touch with Ildiko
and other great artists
from around the world.

365 days later

December 1st, 2012 by d.b. - 

Hard to believe, but this is our first anniversary. On december 1st last year, we launched the first version of artoporta. A lot has happened since that day. In some areas, less than we would have hoped for. In others, far more than we could have imagined. And artoporta is still just a baby. It is just getting started. Happy birthday!

The past few months have been very busy behind the scenes, although the silence on the surface may have implied otherwise. Right now, we are laying the foundations for the future development of artoporta on all levels:  technically, strategically, economically. Next year will see new major features, support for additional languages and the need to bring in new faces to extend our team. A new step in our evolution that we are looking forward to. Very much indeed.

But 2012 is not over yet. And if you have been very good this year, we might just have a special little something for you even before Christmas…